Lesungen

 Lesungen mit dem „Trümmermann“

Viele Veranstaltungen haben mir bereits gezeigt, dass es sehr nachhaltig und hilfreich sein kann, mit meinem Thema, mit meiner Geschichte an die Öffentlichkeit zu gehen. Süchtige Menschen werden noch zu oft von der Gesellschaft verleugnet oder zumindest in eine dunkle Ecke geschoben, wo man sie nicht sehen kann. Jeder kennt die drei Affen.

Ich gestalte meine Lesungen etwas anders, als es allgemein üblich ist. Der reine Akt des Vorlesens beschränkt sich oft nur auf ein oder zwei Textbeiträge. Wichtiger ist mir der Dialog. Ich berichte offen über ein Leben, das in wesentlichen Bestandteilen von der Sucht geprägt war. Ich gebe keine Wertung ab, sondern spreche von Tatsachen.

Ich erzähle von meinem Weg aus der Sucht, und auch hier beschönige ich nichts. Meine Gedanken, meine Gefühle und meine Ängste teile ich mit den Zuhörern. Ich sage, wie es mir heute geht.

Alternativ biete ich „Abstinenz im Dialog“ an – dreißig Jahre Abhängigkeit im Gespräch mit dreißig Jahren Abstinenz. Gemeinsam mit Reinhardt O. Hahn, Geschäftsführer des Projekte-Verlages, Autor des erschütternden Romans „Das letzte erste Glas“ und seit dreißig Jahren abstinent lebend, spreche ich über unsere unterschiedlichen Erfahrungen.

  • Lesung in Rostock
Anlässlich der Suchtpräventionstage in Rostock, die unter der Schirmherrschaft des Gesundheitsamtes standen, durfte ich im wunderschön restaurierten Rathaus auftreten. Die Lesung war sehr gut besucht, im Anschluss gab es eine Menge Fragen, und es entwickelte sich ein lebhafter Dialog mit dem interessierten Publikum. Diese Veranstaltung hat mir wieder einmal gezeigt, dass jede Lesung anders ist, eines aber immer stattfindet: es macht mich stark in meiner Abstinenz.
An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Dorit Metz für die sehr gute Organisation und aufmerksame Begleitung!.
Wunderschön restauriertes Rathaus

Wunderschön restauriertes Rathaus wo die Lesung statt fand.
© Fotoagentur Nordlicht Rostock

  • ich war am am 1.09.2012 in Dortmund, zu einem Stadtteilfest, und habe dort eine Lesung gemacht.
“Oststadt in Harmonie” ist ein traditionsreiches Dortmunder Stadtteilfest, organisiert ausschließlich von Vereinen und mit Hilfe zahlreicher ehrenamtlicher Helfer. Es steht für Toleranz und gegen Gewalt. Unter anderem wurden mehrere Autoren eingeladen, die einen literarischen Beitrag zum Thema leisteten. Auch ich durfte Teil dieser Veranstaltung sein. Ich kann nur sagen, dass solche Initiativen einem Land, in dem Ausländerfeindlichkeit und Gewaltverherrlichung ein brisantes Problem sind, gut zu Gesicht stehen. Es folgen die Plakate:

oststadt_in_harmonie

  • Autorengericht im BKC Halle(Saale)
Zur Eröffnung des Buch- und Kunsthauses Cornelius in Halle wurde eine neue Veranstaltungsform unter dem Titel “Autorengericht” dargeboten. Autoren werden angeklagt, mit ihrem jeweiligen Buch geltendes Recht verletzt zu haben. Sie erhalten von einem Gericht die Möglichkeit, ihr Thema zu verteidigen. Auch ich war dabei und rechtfertigte meinen Trümmermann. Am Beispiel zwei verstorbener Freunde weise ich nach, dass entgegen der Auffassung des Gerichtes Alkohol sehr wohl ein ernstes gesellschaftliches Problem ist.

  • Autorengericht im BKC 1.3.2012


  • Lesung in der RPK 18.01.2012

  • Lesung Camin 2011

  • Lesung Altenburg 2011

  • Lesung Dessin 2011

  • Lesung Elbingerode 2011

  • Lesung Gera 2011

  • Lesung Güstrow 2011

  • Lesung Wernigerode 2011

  • Lesung Zeulenroda 2011

  • Lesung Zühr 2011

Joachim

Profile Geboren am 18.06.1963 in Halle. Nach Schulabschluss Tätigkeiten als Elektro-maschinenbauer, Veranstalter, Jugendklubleiter, Hilfspfleger, Krankenpfleger und Pflegedienstleiter. Verheiratet in zweiter Ehe, vier Kinder. Alkoholabhängig seit dem 16. Lebensjahr, später zusätzlich Medikamenten- und Betäubungsmittelmissbrauch. Endgültiger Zusammenbruch Ende 2009. Nach längerem Klinikaufenthalt auf der Suche nach neuen Perspektiven.

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